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Datum: 5.5.2021
Kategorien: Artikel

ECOSOC Partnerschaftsforum 2021: Partnerschaftliche Ansätze im Kontext von Covid-19

Partnerschaften als „Game Changer“

Multi-Akteurs-Partnerschaften (MAP) wurden beim Partnerschaftsforum 2021 des Wirtschafts- und Sozialrates der Vereinten Nationen (ECOSOC) als zentrales Instrument für nachhaltige Entwicklung hervorgehoben.

Das Thema „Partnerschaften als Game Changer für eine nachhaltige Bewältigung der Covid-19 Pandemie“ stand im Mittelpunkt des ECOSOC Partnerschaftsforums, das am 3. Mai als virtuelle Veranstaltung stattfand. Gegenstand der Diskussionen waren unter anderem die Erfolgsfaktoren von MAP, die Rolle des Privatsektors sowie die Förderung digitaler Technologien und innovativer Lösungen für Partnerschaften. Munir Akram, Präsident von ECOSOC, sagte, dass die Zahl von MAP vor dem Hintergrund der Covid-19 Pandemie im Jahr 2020 gestiegen sei. Laut Akram spielen MAP eine zentrale Rolle bei der nachhaltigen Bewältigung der Pandemie und der Erreichung der nachhaltigen Entwicklungsziele.

Die Rolle des Privatsektors innerhalb von Partnerschaften für den beschleunigten Zugang zu neuen Technologien und der Überwindung digitaler Ungleichheit wurde von mehreren Teilnehmer*innen betont. Zahlreiche Redner*innen unterstrichen, dass ein Netzwerk für inklusiven Multilateralismus gefördert werden müsse, welches durch Flexibilität, Gleichberechtigung und Transparenz geleitet sei. Es wurde außerdem deutlich, dass eine gemeinsame Datenbank für Partnerschaften erforderlich sei, um die Auswirkungen der Covid-19 Pandemie gemeinsam zu bewältigen und Resilienz zu schaffen.

Das Partnerschaftsforum wurde durch eine Begleitveranstaltung zum Thema „Stakeholder engagement and partnerships during and beyond COVID-19“ ergänzt. Im Fokus standen dabei zwei Studien zur Rolle von MAP und zu den Auswirkungen der Covid-19 Pandemie auf Stakeholder Engagement.

Aufbauend auf einer Studie von UN DESA zeigt der Bericht The impacts of COVID-19 pandemic on stakeholder engagement for the SDGs auf, dass der Übergang zu stärkerer Nutzung virtueller Partnerschaftsformate im Zuge von Covid-19 positive wie negative Auswirkungen hat. Einerseits erleichtere die Digitalisierung den Austausch von Informationen, andererseits sei die Beteiligung marginalisierter Gruppen eingeschränkt und mache Kapazitätsaufbau sowie innovative Lösungen für sinnvolles Engagement erforderlich. Auch die Studie Partnerships in response to COVID-19: Building back better together unterstreicht die entscheidende Rolle digitaler Technologien und innovativer Lösungen für MAP sowie die Notwendigkeit der Formalisierung von Partnerschaften.

In der Begleitveranstaltung wurden gemeinsame Werte und Visionen, bestehende Netzwerke, Vertrauen zwischen den Partnern, gleichberechtigte und transparente Entscheidungsfindung und Führungsstruktur sowie offene Kommunikation als zentrale Erfolgsfaktoren von MAP hervorgehoben. Im Kontext von Covid-19 zeichneten sich Partnerschaften besonders durch Dringlichkeit und schnellen Handlungsbedarf aus.

In Kürze finden Sie hier eine detaillierte Zusammenfassung des Partnerschaftsforums.