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Datum: 3.11.2020
Kategorien: Artikel, Studien & Papers

Beiträge zu unternehmerischen Sorgfaltspflichten und der Rolle von Multi-Akteurs-Initiativen

Im Juli sind drei Publikationen veröffentlicht worden, die sich mit den Sorgfaltspflichten von Unternehmen und der Rolle von Multi-Stakeholder-Initiativen (MSI) befassen.

Der Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO), das Netzwerk für Unternehmensverantwortung (CorA) und das Forum Menschenrechte haben gemeinsam ein Positionspapier mit dem Titel „Anforderungen an wirkungsvolle Multi-Stakeholder-Initiativen zur Stärkung unternehmerischer Sorgfaltspflichten – Empfehlungen aus der Sicht der Zivilgesellschaft“ vorgestellt. Als Voraussetzungen für einen erfolgreichen Beitrag von MSI nennt das Papier unter anderem verpflichtende Grundlagen und verbindliche Ziele sowie das Vorhandensein von Beschwerdemechanismen und die Möglichkeit einer Sanktionierung.

Zum Positionspapier

Das Institute for Multi-Stakeholder Initiative Integrity (MSI Integrity) hat 40 internationale Standard setzende MSI, die in unterschiedlichen Bereichen agieren, näher betrachtet. In der Studie werden die wichtigsten Erkenntnisse vorgestellt, die über einen Betrachtungszeitraum von rund zehn Jahren gewonnen wurden. Neben der 242 Seiten umfassenden Studie bietet MSI Integrity auch eine 18-seitige Zusammenfassung zum Lesen an.

Zur Studie

Das KIT Royal Tropical Institute der Niederlande hat für den Zeitraum 2014 bis 2020 untersucht, ob und inwieweit Multi-Stakeholder-Initiativen dazu beigetragen haben, dass holländische Unternehmen sich auf die Beachtung und Einhaltung der UN-Richtlinien zu Wirtschaft und Menschenrechten verpflichten („Responsible Business Conduct“, RBC). Zu den Erkenntnissen der Studie zählt, dass RBC bei den beteiligten Akteuren das Bewusstsein für die Sorgfaltspflicht schärfen, das Lernen unterstützen und die Einhaltung der Unternehmensvorschriften durch eine unterstützende Infrastruktur erleichtern.

Zur Studie